1. Männer: Wieder ganz nah dran – BSV beendet Pokalwochenende in eigener Halle auf Platz zwei
Ein intensives und emotionales Pokalwochenende liegt hinter dem BSV Grün-Weiß Finsterwalde. Beim Finalturnier des HVB-Verbandspokals in eigener Halle war alles angerichtet für einen besonderen Handballtag: volle Spannung, enge Spiele, eine gute Kulisse und die Hoffnung, den Pokal endlich in Finsterwalde zu behalten. Am Ende bleibt jedoch vor allem die Enttäuschung darüber, dass es erneut nicht ganz gereicht hat. Nach einer denkbar knappen Niederlage gegen den späteren Pokalsieger HV Grün-Weiß Werder II und einem Sieg im abschließenden Spiel gegen den SSV Falkensee beenden wir das Turnier wie schon im Vorjahr auf Platz zwei.
Schon im Vorfeld hatte das Turnier noch eine kurzfristige Wendung genommen. Durch die Absage des 1. SV Eberswalde wurde aus dem ursprünglich geplanten Final Four bei den Männern eine Dreierrunde im Modus „Jeder gegen Jeden“. Damit war klar, dass auf alle Mannschaften in Finsterwalde ein intensiver Nachmittag mit drei Spielen direkt hintereinander wartete – und dass am Ende jeder Treffer entscheidend sein konnte.
Für uns begann das Turnier mit genau dem Spiel, das im Vorfeld ohnehin im Mittelpunkt stand: BSV Grün-Weiß Finsterwalde gegen HV Grün-Weiß Werder II. Wieder ein Pokalspiel gegen Werder, wieder ein Duell mit besonderer Geschichte – und leider wieder mit einem Ausgang, der aus unserer Sicht nur schwer zu verdauen ist.
Unsere Mannschaft fand gut in die Partie, war von Beginn an präsent und setzte in der ersten Halbzeit viele Dinge ordentlich um. Wir führten früh, hielten das Spiel zunächst auf unserer Seite und gingen mit einer 12:10-Führung in die Pause. Max Schmidt eröffnete die Partie mit dem 1:0, danach trafen unter anderem Florian Beyer, Albert Langer, Marcel Böhm und Eric Ohme für unsere Farben. Zur Halbzeit war die Ausgangslage also genau so, wie man sie sich in einem solchen Spiel wünscht.
Doch in der zweiten Hälfte kippte das Spiel Stück für Stück. Werder blieb dran, nutzte seine Chancen und bestrafte unsere fehlende Konsequenz. Genau in den Momenten, in denen wir das Spiel vielleicht hätten beruhigen oder weiter auf unsere Seite ziehen können, fehlten uns die letzte Klarheit im Abschluss und die nötige Treffsicherheit. So wurde aus einer guten Ausgangsposition am Ende eine bittere 19:20-Niederlage. Besonders schmerzhaft war dabei nicht nur das Ergebnis selbst, sondern auch die Art, wie knapp dieses Spiel erneut verloren ging.
Diese Niederlage tat weh, weil mehr drin war. Nach dem Halbzeitvorsprung war die Chance da, dieses Spiel zu gewinnen und den Weg zum Pokalsieg in eigener Halle offen zu halten. Umso ärgerlicher ist es, dass wir uns dafür am Ende nicht belohnen konnten.
Im anschließenden zweiten Spiel setzte sich Werder II mit 22:17 gegen den SSV Falkensee durch. Falkensee hatte zur Pause noch mit 11:9 geführt, doch Werder drehte die Partie im zweiten Durchgang und machte damit die Titelverteidigung perfekt. Auch wenn es aus unserer Sicht natürlich besonders bitter ist, gratulieren wir dem HV Grün-Weiß Werder II sportlich fair zur erfolgreichen Titelverteidigung.
Für uns blieb damit noch das abschließende Spiel gegen den SSV Falkensee. Und auch wenn es nicht mehr um den Pokalsieg ging, war schnell klar, dass es keinesfalls ein bedeutungsloser Abschluss werden würde. Solche Spiele nach einer großen Enttäuschung sind oft die unangenehmsten. Man muss die Köpfe wieder hochbekommen, noch einmal Kräfte sammeln und gegen einen Gegner bestehen, der ebenfalls alles investieren will.
Genau das war auch in diesem Spiel zu sehen. Falkensee verlangte uns noch einmal alles ab, hielt mit viel Einsatz und großem Kämpferherz dagegen und machte es uns über weite Strecken schwer. Unsere Mannschaft fand jedoch gut in die Partie, arbeitete sich eine 9:5-Führung zur Halbzeit heraus und konnte sich nach dem Seitenwechsel weiter absetzen. Am Ende stand ein verdienter 20:12-Erfolg für den BSV. Mit diesem Sieg sicherten wir uns wie schon im Vorjahr den zweiten Platz im Verbandspokal.
Auch wenn das sportliche Ziel am Ende verfehlt wurde, hat die Mannschaft in diesem letzten Spiel noch einmal eine wichtige Reaktion gezeigt. Nach dem knappen Rückschlag gegen Werder wäre es leicht gewesen, das Turnier enttäuscht auslaufen zu lassen. Stattdessen hat das Team noch einmal alles investiert, sich durchgebissen und den Tag mit einem Sieg abgeschlossen. Das ist zwar kein Ersatz für den verpassten Pokal, aber dennoch ein Zeichen für Charakter und Moral.
So bleibt unter dem Strich ein Wochenende mit gemischten Gefühlen. Da ist auf der einen Seite ganz klar die große Enttäuschung, dass der Pokal erneut nicht in Finsterwalde geblieben ist. Gerade in eigener Halle, mit dieser Ausgangslage und nach dem knappen Spiel gegen Werder, sitzt das natürlich tief. Auf der anderen Seite steht aber auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft wieder sehr nah dran war, dass sie sich in beiden Spielen teuer verkauft hat und dass sie den Turniertag trotz Rückschlag nicht ohne Antwort beendet hat.
Was von diesem Wochenende ebenfalls bleibt, ist die Atmosphäre in der Halle und der große Einsatz vieler Menschen rund um dieses Turnier.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Zuschauerinnen und Zuschauern, die das Finalturnier in Finsterwalde begleitet und für einen würdigen Rahmen gesorgt haben. Danke an alle Fans, die unsere Mannschaft unterstützt, mitgefiebert und dem Turnier die passende Kulisse gegeben haben.
Ebenso bedanken wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die dieses Wochenende mit großem Einsatz möglich gemacht haben. Ob in der Organisation, am Kampfgericht, beim Auf- und Abbau, in der Versorgung oder an vielen anderen Stellen im Hintergrund – ohne euch wäre ein solches Turnier nicht durchführbar.
Unser Dank gilt außerdem den Schiedsrichtern, Offiziellen, den Gastmannschaften aus Werder und Falkensee sowie dem Handball-Verband Brandenburg für die Durchführung dieses Pokalwochenendes.
Am Ende steht erneut Platz zwei. Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten mehr, und wir waren auch diesmal nicht weit davon entfernt. Gerade deshalb tut dieses Wochenende weh. Aber es zeigt auch, dass wir wieder in Schlagdistanz waren.
Der Pokal bleibt nicht in Finsterwalde – unsere Enttäuschung darüber ist groß.
Aber genauso groß ist der Dank an alle, die dieses Wochenende mitgetragen haben.
Danke für eure Unterstützung. Danke für euren Einsatz. Und danke für einen Handballtag, der trotz aller Enttäuschung gezeigt hat, was in unserer Mannschaft und in unserem Umfeld steckt.
Verfasst von: Maik Hielscher