Bittere Auswärtsniederlage in Wildau!

HSV Wildau 1950 gg. BSV GW Finsterwalde 29:28 (15:16)
 
 
Für die 1.Männermannschaft des BSV ging es am vergangenen Samstag zum erwartet hart umkämpften Auswärtsspiel nach Wildau. In einer durchweg knappen und sehr kampfbetonen Partie der beiden Tabellennachbarn mussten sich die Sängerstädter am Ende mit 29:28 leider knapp geschlagen geben.

Die Grün-Weißen hatten an diesem Tag ein paar Startschwierigkeiten. Nur schleppend fanden sie in ihr Spiel. Gerade im Angriff fehlte oftmals die nötige Tiefe um den Gegner wirklich unter Druck zu setzen. Dazu musste man sich auch erstmal daran gewöhnen ohne das geliebte Haftmittel zu agieren. Dies gelang den Hausherren offenbar besser. Die Wildauer starteten, vielleicht auch weil sie es gewohnt sind, besser in die Partie. Über die Stationen 3:0 und 7:3 aus Wildauer Sicht verliefen die ersten knapp 12 Spielminuten nicht gerade für die Männer des BSV. Doch jetzt schien der Motor warmgelaufen zu sein und innerhalb von zwei Spielminuten glich man auf 7:7 aus. Nun agierte man in der Deckung wesentlich konsequenter und somit gelangen auch einfache Tempogegenstoßtore. Doch dann kam es zu einer äußerst unschönen Szene. Bei dem Versuch seinen Gegenspieler am Torwurf zu hindern, bekam Kapitän Jonas Müller versehentlich einen Schlag ab und musste mit einer klaffenden Platzwunde ins nahegelegende Krankenhaus gebracht werden. Doch die Grün-Weißen ließen sich von dieserr Hiobsbotschaft nicht beirren und spielten ihr Spiel munter weiter. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel erzielte Marcel Scholz sogar die 3-Tore-Führung (14:11). Die Hausherren ließen sich ihrerseits allerdings nicht so leicht abschütteln und verkürzten zur Pause auf 15:16 für den BSV.
Diese Führung hielt bis Mitte der zweiten Halbzeit. Jetzt waren es die Wildauer, die die ein-Tore-Führung übernahmen. Zu diesem Zeitpunkt war es das erwartet schwere und hart umkämpfte Spiel dieser beiden Mannschaften, die ja schon in der Vergangenheit immer wieder solch Herzschlagfinale produzierten.  Wer nun allerdings dachte, dass die Männer des HSV Wildau das Spiel gänzlich übernehmen würden, der sollte eines Besseren belehrt werden. Die Führung wechelte hin und her. Nach einem erfolgreich verwandelten Strafwurf durch Marcel Graß ging es beim Stand von 25:25 in die Crunchtime. Wildau legte vor, Finsterwalde glich aus. So verlief das Spiel bis genau eine Minute vor dem Ende. Aus Sicht der Grün-Weißen erhielten nun jedoch die Hausherren einen durchaus sehr umstrittenen 7-Meter-Strafwurf zugesprochen, welcher ihnen erstmals eine zwei-Tore-Führung wieder bescherte. Doch das junge Team aus der Sängerstadt gab nicht auf. Einem schnellen Tor durch Max Schmidt folgte eine komplette Manndeckung. Doch es half an diesem Tag leider nichts mehr. Die Wildauer erzielten noch den entscheidenen Treffer und machten somit zwanzig Sekunden vor dem Ende den Sack zu. Eric Ohme, der an diesem Tag zum wiederholten Male zum besten Finsterwalder Torschützen avancierte, war es dann vorbehalten mit seinem 13. Treffer zum 28:29 Endstand zu verkürzen.
Festzuhalten bleibt, dass man eine sehr gute und stark kämpfende Finsterwalder Mannschaft gesehen hat, die sich leider am Ende doch knapp geschlagen geben musste und sich somit für den dargebotenen Kampf leider nicht belohnen konnte. Doch nun heißt es Mund abwischen, weiter gut und konzentriert in den kommenden Wochen zu traineren, um schließlich beim nächsten Heimspiel wieder auf Punktejagd zu gehen.

Es spielten: Neubert und Kiesewetter (beide Tor), Graß (8 Tore), Scholz (3), Müller, Böhm, Lenz, Schmidt (2), Gonsczak, Biele (1), Juraschek (1), Bergener und Ohme (13).