Bestenvergleich beim BSV Grün-Weiß Finsterwalde

WC-Endrunde

Am vergangenen Sonntag richtete der BSV Grün - Weiß Finsterwalde e.V. die Endrunde der Landesmeisterschaft für die weiblichen Jahrgänge 2007/2008 in eigener Halle aus. Aufgrund der in dieser Altersklasse sehr geringen Anzahl spielfähiger Mannschaften im Land Brandenburg, konnte in der Saison 2021/2022 keine wettkampfähige Oberliga auf die Beine gestellt werden. Alternativ dazu wurden die jeweils besten Mannschaften der jeweiligen Spielbezirke zum Bestenvergleich zusammengeführt. Nach Ausschreibung des Handballverbandes Brandenburg, bewarb sich der Handballverein aus der Sängerstadt zur Ausrichtung dieses Turniers und bekam den Zuschlag dafür. 

Neben der Mannschaft aus Finsterwalde, folgten die bestplatzierten Mannschaften der jeweiligen Spielbezirke aus ganz Brandenburg der Einladung des Verbandes. Und das waren keine geringeren als SV Berolina Lychen, HSV Falkensee 04 und die Sportschulmannschaft des Frankfurter HC.

Für die Heimmannschaft war es die große Chance, nach einer souveränen und verlustpunktfreien Saison, zu schauen wozu man spielerisch landesweit imstande ist.

Im Eröffnungsspiel traf man direkt auf den späteren Turniersieger aus Frankfurt. War man in der Abwehr noch in der Lage gegenzuhalten, durfte, sicherlich auch wegen der Nervosität im Angriff, folgende Erfahrung gemacht werden. Auf dem Niveau einer wöchentlich bis zu zehn mal trainierenden Mannschaft, wird wirklich jeder Fehler mit einem Tempogegenstoß bestraft . So folgte das deutliche Ergebnis von 27:3 aus Sicht der Sportschülerinnen. 

Im darauffolgenden Vergleich traf man auf die Mädchen vom SV Berolina Lychen. Auch hier war es nicht die fehlende Leistung in der eigenen Abwehr, sondern viel mehr die fehlende Treffsicherheit im Angriff.

Einige Bälle fanden den Weg nicht ins Tor, sondern nur den Kontakt mit dem Pfosten oder der Latte.

Dazu eine wirklich agile Torhüterin - allein fünf parierte 7m - Strafwürfe sprechen da eine deutliche Sprache. Das leistungsgerechte 15:5 aus Sicht der Flößerstädter stand am Ende auf der Anzeigetafel. 

Im letzten eigenen Spiel des Tages, trat man gegen die Mannschaft aus Falkensee an. 

Auch hier war man aus Abwehrsicht nicht weit weg vom Leistungsvermögen des Gegners, denn auch hier wurden eher die eigenen Fehlwürfe und Fehler im Angriff eiskalt bestraft. Endstand 19:7 für die Mannschaft aus dem Havellandkreis. 

Unterm Strich war der an dem Tag verantwortliche Trainer Marcel Graß dennoch nicht unzufrieden mit der gezeigten Leistung. Natürlich wiesen die drei Spiele auch Defizite auf. Dazu diente das Turnier natürlich auch. Seien diese handballtechnisch, oder aber auch körperlich. Wobei hier zu erwähnen bleibt, dass auf Finsterwalder Seite gleich sechs Mädchen der jüngeren D-Jugend Mannschaft mitgespielt haben. Damit stellte man gleichzeitig die jüngste Torschützin des gesamten Turniers. Für die Mannschaft war es eine tolle und am Ende wichtige Erfahrung, denn im ersten Training am Montag danach, spürten die Trainer eine erhöhte Motivation der Spielerinen an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten um sich zu verbessern. 

Aus Sicht des gesamten Vereins war das Turnier ebenfalls ein großer Erfolg. Es zeigte sich mal wieder welch große Kooperation intern gelebt wird. So war es beispielsweise für die Jungs der männlichen B-Jugend fast schon selbstverständlich die Medaillen aufzufädeln, beim Aufhängen von Deko zu helfen, den Spielfeldaufbau abzusichern und sogar noch die Spiele für die nachträgliche Analyse zu filmen. Außerdem fühlten sie sich verantwortlich mit Trommeln und Stimmen zu unterstützen. Hier gilt es ein großes Lob auszusprechen. Auch fanden zahlreiche Spieler der 1. und 2. Männermannschaft den Weg in die heimische Halle, um die eigene Jugend zu unterstützen. 

Und auch die Aufgabe der Spielleitung wurde neben zwei Schiedsrichtern vom MBSV Belzig, durch die Sportfreunde Markus Kloppe und Eric Ohme aus den eigenen Reihen abgesichert. Ebenfalls stellte der Verein das Kampfgericht mit Conny Zeidler und Anna-Lena Güldenpfennig - beide schwer wegzudenken, da sie motiviert dieses Amt bekleiden.

Für das leibliche Wohl sorgte das Team des bereits jahrelangen Partners Alt Nauendorf. 

Die Halle war auch durch zahlreiche mitreisende Eltern, aber auch einige Funktionäre des Handballverbandes gefüllt. Man konnte ungefähr 130 begeisterte handballinteressierte Zuschauer verbuchen. 

Das mehrfach ausgesprochene Lob durch den Verband ist damit der verdiente Lohn für dieses Turnier. Man zeigte für zukünftige Veranstaltungen, dass man in Finsterwalde einen top aufgestellten Verein vorfindet, welcher mit Stolz und Leidenschaft den geliebten Handballsport repräsentiert und sich auch gern wieder anbieten wird.